Geschichte
Der FISCHVERBAND blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. Er wurde am 16. September 1903 in Hamburg‑Altona gegründet und entwickelte sich früh zur zentralen Interessenvertretung der gewerblichen Fischwirtschaft in Deutschland. Ziel war von Beginn an, die wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die fischverarbeitenden und ‑handelnden Unternehmen gemeinsam zu gestalten und zu verbessern.
© Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts begleitete der Verband die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen der Branche – von der Industrialisierung der Verarbeitung über den Ausbau internationaler Handelsbeziehungen bis hin zu veränderten Verbrauchergewohnheiten und regulatorischen Anforderungen. Dabei passte sich der Verband stetig an neue wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen an und baute seine Rolle als fachliche Schnittstelle zwischen Unternehmen, Politik, Verwaltung und Wissenschaft kontinuierlich aus.Einen wichtigen Meilenstein markierte die Zusammenlegung mehrerer Verbandsstrukturen im Jahr 1973, aus der der heutige FISCHVERBAND hervorging. Mit der Eingliederung des bis dahin selbständigen Bundesverbandes des Deutschen Fischgroßhandels im Jahr 2004 wurde die gemeinsame Interessenvertretung von Fischindustrie und Fischgroßhandel weiter gestärkt und institutionell gefestigt.
© Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH
Zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2003 veröffentlichte der Verband eine umfangreiche Festschrift, die die historische Entwicklung, die prägenden Persönlichkeiten und die zentralen Wegmarken der Verbandsarbeit dokumentiert. Ergänzt wird diese durch eine fortlaufend gepflegte Chronik, die die Geschichte des FISCHVERBAND bis in die Gegenwart fortschreibt. Der Verband steht damit auf einem soliden historischen Fundament und vertritt die Interessen seiner Mitglieder bis heute mit Kontinuität, Fachkompetenz und Verantwortung. Im Zuge der Digitalisierung der Verbandsarbeit wurden die Papier- und Aktenbestände der Geschäftsstelle gesichtet und teilweise archiviert und digitalisiert. Die bisherigen geschätzten 300 Regalmetern an Aktenbeständen wurden auf das nötige Maß reduziert und alle erhaltenswerten, insbesondere historischen und eingeständig erstellten Unterlagen aus der Verbandsgeschichte in einem Archiv eingelagert. Bei der Sichtung dieser Bestände kam so manch interessante Akte aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts zum Vorschein.