Positionspapier zu Fischverarbeitung und Großhandel – die verbindende Kraft der Blauen Bioökonomie
Hamburg, 13. Januar 2026Blaue Bioökonomie braucht starke Wertschöpfungsketten
Die Blaue Bioökonomie wird zunehmend zu einem Schlüsselkonzept und eröffnet neue Wege für eine nachhaltige, klimafreundliche und gesunde Ernährung. Sie steht für die Nutzung aquatischer Ressourcen im Einklang mit ökologischen Grenzen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Diese Transformation braucht effiziente, innovative und resiliente Wertschöpfungsketten. Verarbeitung und Großhandel bilden dabei das zentrale Bindeglied zwischen nachhaltiger Rohstoffgewinnung und verantwortungsbewusster Ernährung. Ohne sie lassen sich Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Ressourceneffizienz nicht realisieren oder flächendeckend skalieren.Die Fischwirtschaft in Deutschland vereint eine moderne Verarbeitungsindustrie und leistungsfähige Handelsstrukturen, die mit ihrem technologischen Know-how und hohen Qualitätsstandards den nachhaltigen Markterfolg aquatischer Produkte sichern. Sie ist Gestalterin und Motor der Blauen Bioökonomie.
Wie die Branche vor Ort Mehrwert schafft
• Nachhaltigkeit in der Praxis: Durch verantwortungsbewussten Einkauf, effiziente Produktionsprozesse, Reduktion von Lebensmittelverlusten und intelligente Nebenproduktnutzung trägt die Fischverarbeitung wesentlich zur Kreislaufwirtschaft bei. Sie macht aus Rohstoffen Nahrung.• Ernährung und Vertrauen: Handel und Verarbeitung sichern Qualität, Rückverfolgbarkeit und Transparenz. Sie schaffen Akzeptanz für nachhaltige Fischprodukte und leisten damit einen Beitrag zur Ernährungswende. Gerade die deutsche Fischwirtschaft setzt durch freiwillige Selbstverpflichtung neue Standards.
• Innovation und Transformation: Investitionen in Digitalisierung, Verpackungsreduktion und neue Produktentwicklungen – etwa aus Nebenströmen oder alternativen marinen Rohstoffen – machen die Branche zu einem Innovationsmotor und Entwick-lungspartner.
• Standort- und Beschäftigungssicherung: Mit tausenden Arbeitsplätzen in Küstenländern und im Binnenland ist die Branche ein stabiler Pfeiler der Ernährungswirtschaft Deutschlands. Sie bietet der Blauen Bioökonomie Wachstumsoptionen.
Politische Erwartung
Damit die Potenziale der Fischverarbeitung und des -großhandels für eine nachhaltige Blaue Bioökonomie wirksam werden, braucht es:- Identifikation mit der Fischwirtschaft als eine der tragenden Säulen des Ernährungssektors.
- Anerkennung der Verarbeitungs- und Handelsstufen als Schlüsselbereiche der nationalen Bioökonomiestrategie.
- Verlässliche Rahmenbedingungen bei Handelspolitik, Kennzeichnung und Nachhaltigkeitsstandards.
- Sicherung des Fischwirtschaftsstandorts Deutschland auch für die zukünftige Entwicklung der Blauen Bioökonomie vor Ort.
- Stärkere Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um Innovations- und Nachhaltigkeitsziele gemeinsam umzusetzen.
Gemeinsames Ziel
Die Blaue Bioökonomie lebt von Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – mit Verarbeitung und Handel als zentrale Säulen, die Innovation, Nachhaltigkeit und Markterfolg verbinden. Die Fischverarbeiter und -großhändler Deutschlands stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen und diese Transformation voranzutreiben – als verlässliche Partner für nachhaltige Produktion, zukunftssichere Arbeitsplätze und eine klimafreundliche Ernährung.***
Der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e. V. vertritt die Interessen der Fischverarbeiter und des Fischgroßhandels in Deutschland gegenüber Politik, Verwaltung, Öffentlichkeit und Partnern entlang der Wertschöpfungskette. Der Verband engagiert sich für praktikable, rechtssichere Rahmenbedingungen und die Stärkung wettbewerbsfähiger Strukturen in der Branche. Der Bundesverband ist unter der Registernummer R007116 im Lobbyregister des Deutschen Bundestages eingetragen.
Pressekontakt
Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e. V.
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