Hohe Rohwarenpreise und Zölle belasten Fischindustrie und -grosshandel

Hamburg, den 18.6.2012. Die Versorgung mit Fischrohware zu verbraucherfreundlichen Preisen stellte die Unternehmen der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels im Jahr 2011 vor besondere Herausforderungen. Während Fischarten wie Alaska-Seelachs, Kabeljau, Schellfisch und Lachs ausreichend vorhanden waren, war infolge einer starken Kürzung der Fangquote für den nordostarktischen Hering die Versorgung mit dieser Fischart durch Rohwarenknappheit und sehr hohe Preissteigerungen erschwert.

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes wurde bekanntgegeben, dass im dritten Jahr in Folge der Umsatz der Branche mit 2,24 Mrd. € 0,7 % unter dem Niveau des Vorjahres lag. Dabei stand ein um 4,6 % gestiegener Auslandsumsatz in Höhe von 461 Mio. € einem Rückgang des Inlandumsatzes um 2,9 % auf 1,78 Mrd. € gegenüber. Die Produktionsmenge hat sich im Jahr 2011 um 1,1 % auf 492.231 t verringert, während sich der Produktionswert um 0,4 % auf 1,82 Mrd. € erhöhte. Die Unternehmen sind daher mit dem wirtschaftlichen Ergebnis des Jahres 2011 nicht durchgängig zufrieden.

Die von der EU-Kommission geplante Einführung von Zöllen (u. a. auf Einfuhren für Alaska-Seelachs) ab 2013 hält der Bundesverband für nicht „zeitgemäߓ und kontraproduktiv, da letztendlich der Verbraucher diese Kosten bezahlen wird.

Die gesamte Fischbranche hat im Jahr 2011 erneut einen großen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Fischerei geleistet. Deutschland ist weltweit das Land mit den meistverkauften zertifizierten Fischprodukten.

In der Zukunft wird die Branche weiter ein besonderes Augenmerk auf die bestmögliche Verwertung der Fänge für die menschliche Ernährung legen, da Fisch und Seafood wegen der positiven Inhaltsstoffe auch weiterhin als Trend-Lebensmittel einen wichtigen Beitrag für eine ausgewogene Ernährung leisten.

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Kontakt:
Dr. Matthias Keller
Bundesverband der deutschen Fischindustrie
und des Fischgroßhandels e.V.
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